Beste Authenticator-Apps: Welche passt zu dir
Fünf 2FA-Apps aus fünf verschiedenen Gründen: eine prüfbare Open-Source-Lösung, ein leichter Standard, Sync über mehrere Geräte, und zwei, die nur mit einem Microsoft- oder Arbeitskonto Sinn ergeben.
Fünf Wege zum selben sechsstelligen Code, und die Unterschiede, die tatsächlich zählen, liegen woanders als bei der Zahl selbst.
Drei Apps für alle, zwei für ein einziges Konto
Google Authenticator, 2FA Authenticator und Twilio Authy konkurrieren um denselben Job: ein persönlicher zweiter Faktor für jeden Dienst mit TOTP-Unterstützung. Die Wahl hängt vom Vertrauensmodell, der Größe und davon ab, ob mehr als ein Gerät gleichzeitig Codes erzeugen soll.
Microsoft Authenticator und Duo Mobile sind eine andere Kategorie. Beide erzeugen dieselben einfachen Codes, aber ihr eigentlicher Wert hängt an einem Konto oder einem Arbeitgeber, den man entweder hat oder nicht — sie an den ersten drei nach „Funktionen“ zu messen, geht am Punkt vorbei.
Was passiert, wenn das Handy weg ist
Google, 2FAS und Authy sichern die Codes inzwischen alle. Google hat das 2023 nachgereicht und damit den einzigen echten Vorsprung geschlossen, den Authy über ein Jahrzehnt hielt. Bei 2FAS lässt sich als Einziger tatsächlich prüfen, ob das Backup hält, was es verspricht — der Code ist öffentlich.
So oder so gilt: die Wiederherstellungscodes, die jeder Dienst beim Einrichten der Zwei-Faktor-Authentifizierung zeigt, getrennt vom Handy aufbewahren. Ein App-Backup deckt den Fall ab, dass das Handy verloren geht. Es hilft nichts, wenn das Konto selbst aus einem anderen Grund gesperrt wird.
Die Größe unterscheidet sich um das Sechsfache — für dieselbe Aufgabe
Google Authenticator 39 MB
2FA Authenticator 83 MB
Microsoft Authenticator 223 MB
Das zusätzliche Gewicht bei Microsoft geht in Geräteverwaltung und passwortlose Anmeldung, nicht in die Codes — unnötiger Ballast, solange man diese Funktionen nicht tatsächlich nutzt.
Kurze Antwort
Die meisten — Google Authenticator. Bewährt, leicht, und die Synchronisierung funktioniert endlich.
Backup prüfen statt glauben — 2FA Authenticator. Dieselbe Idee, mit offenem Quellcode.
Täglich an mehreren Geräten — Twilio Authy. Die einzige App hier, die von Anfang an dafür gebaut wurde.
Microsoft-Arbeitskonto — Microsoft Authenticator. Sonst ignorieren.
Duo ist einfach auf dem Handy aufgetaucht — Duo Mobile. Die Antwort steht schon fest.
Zwei davon gleichzeitig zu betreiben bringt nichts: Codes lassen sich übertragen, und sie auf mehrere Apps zu verteilen, ist nur eine Methode, den Überblick zu verlieren.
Passt zu: die meisten — der Standard, der seinen einzigen echten Schwachpunkt inzwischen behoben hat
Dafür
- Kostenlose Synchronisierung und QR-Code-Umzug aufs neue Handy, seit 2023 Standard
- Leichteste App in dieser Liste mit 39 MB
- Breiteste, durchgehend hohe Bewertung der Kategorie
Dagegen
- Das Backup liegt im Google-Konto — ein Passwort von beiden Faktoren entfernt
- Keine PIN- oder biometrische Sperre in der App selbst
- Nichts außer einer Liste von Codes — keine Ordner, keine Notizen
Der richtige Standard. Dreizehn Jahre lang gingen Codes mit dem verlorenen Handy verloren, das endete 2023 — ein triftiger Grund, woanders hinzuschauen, ist nur ein Problem, das eine der anderen Apps tatsächlich löst.
Passt zu: wer das Backup-Versprechen prüfen will, statt es zu glauben
Dafür
- Quellcode ist öffentlich — jeder kann nachsehen, was mit den Codes passiert
- Verschlüsseltes Backup, im Kern dasselbe Versprechen wie bei Google, aber nachprüfbar
- Genauso gut bewertet wie Google, trotz eines Bruchteils der Nutzerschaft
Dagegen
- Updates kommen langsamer als bei Google oder Microsoft
- 83 MB für das, was praktisch eine Liste sechsstelliger Codes ist
- Ein deutlich kleineres Unternehmen dahinter als bei den anderen vier hier
Die ehrliche Alternative dazu, einem Konzern beim Wort zu glauben. Für eine App, die jeden zweiten Faktor verwahrt, ist Nachlesbarkeit ein Argument, kein Slogan.
Passt zu: wer sich regelmäßig vom Rechner aus anmeldet, nicht nur vom Handy
Dafür
- Codes funktionieren gleichzeitig auf Handy, Tablet und Rechner — nicht ein Gerät plus Wiederherstellung
- Verschlüsseltes Backup, Jahre bevor die meisten Konkurrenten eines hatten
- Kostenlos, werbefrei
Dagegen
- Konto hängt an einer Telefonnummer — genau die Kennung, die bei SIM-Swapping gekapert wird
- Der Vorsprung schrumpfte deutlich, seit Google 2023 eigene Synchronisierung nachgereicht hat
- Keine Open-Source-Variante, um die Backup-Funktion zu prüfen
Immer noch die bessere Wahl, wenn wirklich täglich vom Rechner aus gearbeitet wird. Für alle anderen ist der Grund, sie statt Google zu wählen, seit 2023 fast verschwunden.
Passt zu: wer sich in ein Microsoft-Arbeits- oder Schulkonto einloggt
Dafür
- Ersetzt das Passwort vollständig für Microsoft 365 und die Windows-Anmeldung
- Dieselben Standard-TOTP-Codes wie alle anderen hier, auch für Nicht-Microsoft-Konten
- Kostenlos, ohne Einschränkungen
Dagegen
- 223 MB — fast sechsmal so groß wie Google Authenticator
- Das gesamte Gewicht bringt ohne Microsoft-Konto nichts
- Die passwortlose Einrichtung zielt auf IT-verwaltete Konten, nicht auf private Nutzung
Lohnt sich aus genau einem Grund: ein Microsoft-Arbeits- oder Schulkonto. Ohne das ist es der schwerste reine Code-Generator dieser Liste und sonst nichts.
Passt zu: wer die App schon hat, weil Arbeitgeber oder Hochschule sie ausgerollt haben
Dafür
- Bestätigung per Push ist schneller als einen Code abzutippen, und schwerer zu phishen
- Erzeugt auch gewöhnliche TOTP-Codes für private Konten
- Größte Nutzerschaft der Kategorie — meist ausgerollt, nicht gewählt
Dagegen
- Die eigentliche Stärke liegt im Unternehmensteil, unsichtbar für Privatpersonen
- Nichts, was Google oder 2FAS für ein privates Konto nicht schon können
- Kaum jemand nutzt sie, weil er sie selbst ausgesucht hat
Für die meisten keine freiwillige Wahl, und das ist in Ordnung. Als privater Authenticator solide, aber ohne Grund, freiwillig dorthin zu wechseln.