Concepts: unendliche Leinwand, auf der jeder Strich änderbar bleibt
Concepts zeichnet vektorbasiert auf einer Leinwand ohne Ränder: Jeder Strich lässt sich später verschieben und umfärben. Wer davon profitiert und wen es stört.
Concepts unterscheidet sich vom Rest der Liste durch die Bauart, nicht durch den Funktionsumfang. Ein Strich ist hier keine Pixelmenge auf einer Ebene, sondern ein Objekt: auswählbar, verschiebbar, in Stärke und Farbe noch eine Stunde später änderbar.
Was es bringt
Korrekturen ohne Neuzeichnen. Der Winkel einer Linie stimmt nicht — man verschiebt die Linie, statt zu radieren und neu zu ziehen. Für Schemata, Grundrisse und Interface-Skizzen vervielfacht das die Arbeitsgeschwindigkeit.
Eine Leinwand ohne Ränder. Sie ist nicht in Pixeln definiert: Man kann daneben weiterzeichnen und dann noch daneben. Der Gedanke stößt nie an den Blattrand.
Maßstab ohne Qualitätsverlust. Vektor lässt sich beliebig vergrößern — eine Skizze kann man heranholen und ausarbeiten, ohne an Auflösung zu denken.
Was es kostet
Fremdheit gegenüber der Malerei. Ein Pinselstrich lässt sich in Vektor nicht abbilden: Textur und Verlauf sind dürftig, und wer für Aquarell gekommen ist, ist auf der ersten Ebene enttäuscht.
Ein kostenpflichtiges Werkzeugpaket. Die Gratisversion funktioniert, aber ein Teil der Pinsel, Ebenen über wenige hinaus und einzelne Exportformate hängen an einem Abo oder Einmalkauf.
Für wen es nichts ist
Für alle, die Bilder malen. Das ist ein Werkzeug für Planer und Skizzierer, nicht für Maler, und ibis Paint ersetzt es nicht.